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20.05. - 23.05.2004 Rhön- Extrem-Trainings-Camp
Über das verlängerte Wochenende vom 20.05. bis 23.05. waren die RMSV-Tourenfahrer sehr aktiv. Zusammen mit der Tandemgruppe
„Pro Retina Deutschland e.V.“, bei der unsere Mitglieder D. u. G. Kaiser mitfahren, trafen sich 8 RMSV-Radsportler in Oberelsbach in der Rhön .Pro Retina ist eine Selbsthilfevereinigung von Menschen mit
Netzhautdegenerationen. Das Tandem-Team besteht aus Pilotinnen/Piloten und einem sehbehinderten bzw. blinden Partner. Die Mountain-Biker F. Regelmann und B. Herrmann beteiligten sich am 1. Tag an der geführten
BayernTourNatur die über ca. 46 km entlang der alten Würzburger Landwehr und an anderen Sehenswürdigkeiten vorbeiführte. Die Landwehr wurde im Mittelalter errichtet, um unerwünschte Eindringlinge abzuhalten. Die
6 Tandem-Gespanne der Pro-Retina-Gruppe fuhren zum Einrollen rund um Oberelsbach und hatten zum Schluss doch auch 98 km auf dem Tacho. Höhepunkte waren ein 7 km langer Anstieg auf die Hochrhönstraße und der Anblick
eines Grenzzaunrestes einschließlich Wachtturm der ehem. DDR im Dreiländereck Bayern – Hessen – Thüringen. Die Rennradler G. Bujok, H. Gaidusch, M. Kaiser, W. Kleisinger, W. Leins u. D. Lutz starteten zur
„Drei- Täler- Fahrt“ über 110 km bei 900 Höhenmeter, von Oberelsbach über Ostheim – Mellrichstadt – Bad Königshofen - Bad Neustadt – Bischofsheim zurück zum Startort. Am 2. Tag ging es dann voll zur Sache. Die
Tandem-Gespanne fuhren in einer Runde mit ca. 60 km
zur Wasserkuppe, mit 953 mN/N dem höchsten Punkt der Rhön. Und das alles unter erschwerten Bedingungen, bei kaltem Regen und Gewitter. Auch die MTB-ler hatten die Wasserkuppe im Visier. Hier ging es über hervorragend ausgezeichnete MTB-Strecken mit einem ortskundigen Führer ins Gelände, vorbei an Basalt-Steinbrüchen, Basaltseen, Fischseen und nie in Betrieb genommen Braunkohleabbaugebieten. Zum Schluss lagen 50 km und 10951 Höhenmeter an.
Die Rennradler berichteten am Abend vom „Rhön-Kuppenritt“ mit Regenhandicap. Mit einem 24-er Schnitt ging es bei 66 km über 1100 Höhenmeter von Oberelsbach – Bischofsheim – Wildflecken –Gefäll – Sandberg zurück
nach Oberelsbach.
Von Oberelsbach zum Kreuzberg, dem nächsten Höhepunkt hieß es am 3. Tag, und zwar für alle 3 Gruppen, allerdings auf verschiedenen Strecken. Für die MTB-ler rollte es zunächst gemütlich
über Talradwege nach Mellrichstadt, Bad Neustadt nach Schönau. Nach einer kurzen Rast folgte dann der ca. 12 km lange Anstieg zum Kreuzberggipfel, teilweise auf Waldpfaden, die nur Insidern bekannt sind, und die
jedes Mountainbikerherz erfreuen, und das alles legal. Am Schluss waren es dann 85,6 km und 1130 Höhenmeter.
Auch die Tandem-Fahrer- und Fahrerinnen mussten sich mächtig reinhängen. Ihre Runde auf den
Kreuzberg war 76 km lang und dies bei typisch Rhöner Nieselregen, der sehr lokal auftrat. Endpunkt war das Kloster Kreuzberg , das knapp unter dem Gipfel liegt. Während der 6 km lange Anstieg mit 6 % alle Kräfte
forderte, ging es auf dem Heimweg dann rasend schnell mit bis zu 83,1 km bergab.
Hessische Rhön hieß es heute für die Rennradler. Die Route führte über Fladungen – Hildess – Abtsroda
zum gemeinsamen Abschluss auf den Kreuzberg. Damit die Höhenmeter stimmten, wurde so nebenbei noch die Wasserkuppe erklommen. Die Ausbeute: 123 km – 2200 Hm – Schnitt 23 km/h.
Gemeinsam wurde dann natürlich das berühmte Klosterbier probiert. Die Abschlusstour der Rennradler kann als Flachetappe durchgehen. Mit 80 km Länge bei 900 Höhenmeter ging es von Oberelsbach nach Bad Neustadt
und zurück. Die Pilotinnen und Piloten der Tandemgruppe starteten zur Schlussrunde über Mellrichstadt, Bad Neustadt auch in einer sogenannten Flachetappe zurück zum Ausgangsort. Über die kurzen und
steilen Rampen, die auf der Strecke verteilt waren und den starken Gegenwind, sprach niemand. Es war auch ziemlich kühl, aber wenigstens trocken. Am Schluss notierten die Tandemgespanne einen Schnitt von 26,1 km/h.
Die Mountainbiker ließen es mit ihrem Führer etwas ruhiger angehen und erkundeten noch verschiedene Berg- und Talwege mit doch ordentlichen Anstiegen und auch entsprechenden Abfahrten.
B. Herrmann
 
RMSV auf den Wegen der Tour de France 2004
Sich den legendären Steigungen der Tour de France stellen, war Ziel von 3 Tourenradlern des RMSV Ebersbach. Als Gastfahrer waren Gerhard Bujok, Mark Kaiser und Walter Kleisinger mit den Radsport-
Freunden der SGI Nabern in den Savoyer Alpen. Als Standquartier diente uns das Hotel St. Georges in Saint-Jean de Maurienne, welches in
Radsportkreisen einem guten Ruf genießt. Auch Lance Armstrong logierte hier um sich mit Seinem Team auf die Tour vorzubereiten. Nach der Quartierbelegung stellten wir uns gleich
der ersten Herausforderung der Col de la Croix de Fer sowie der Col du Glandon galt es zu bezwingen. Bei brütender Hitze lag es an jedem selbst seinen eigenen Rhythmus zu finden,
um die 32 km bis zum Pass durchzufahren. Nach einer kurzen Abfahrt war der Gegenanstieg zum Glandon rasch überwunden. Eine rauschende Abfahrt auf engen und steilen Serpentinen
nach la Chambre forderte die volle Konzentration. Der Rest bis zum Hotel war dann gemütliches „ausrollen“ so stand am Ende unserer 1. Etappe 65 km und 1660 Hm auf unseren Tachos.
Der zweite Tag sollte uns auf den Col de Madeleine führen, dem Dach der diesjährigen Tour und zugleich ein Berg der höchsten Kategorie auf 2000 Meter Höhe.
Nach dem Einrollen durch das Tal der Arc bis la Chambre und dem Überprüfen ob die Trink- flaschen gefüllt waren hieß es nur noch treten, mit dem Ziel die Passhöhe. Die auch von allen
nach 21 km. gut erreicht wurde. Für genügend Diskussionsstoff sorgten noch die Fernseh- bilder wie hier Simoni gegen Virenque den Spurt um den Bergpreis im großen Kettenblatt
gewann und um 5000 € reicher war. Mit Respekt vor der Leistung der Profis hier ein Teilstück der 17. Etappe bewältigt zu haben hatten wir am Abend 70km. und 1730 Hm gefahren.
Am dritten Tag stand für uns die Königsetappe auf dem Programm, mit 100 km und 2400 Hm galt es doch den legendären Berg vieler Tour de France Etappen zu Bezwingen.
Den Col de Telegraph und den Col de Galibier mit 2646 m. Schon die Anfahrt nach St.Michel de Maurienne ließ uns erahnen was auf uns heute zukommen würde, heiße und trockene Gegenwinde, sollten den heutigen Tag zu
einer echten Herausforderung machen. Der Tele- graph ließ sich trotz steiler Rampen im Schatten gut bewältigen. Nach einer kurzen Stärkung
in Valloire stand nun der Galibier vor uns, ein echter Hammer. Baumlos sowie Wind und Sonne ausgesetzt, kurbelten wir Richtung Passhöhe. Hier spürte man auf jedem Meter welche
Leiden sich Profis und erstaunlich viele Radsportler aus allen Ländern aussetzen um diesen Berg zu bezwingen. Überwältigt von einem großartigem Panorama auf die umliegenden
Bergriesen hieß es nun wieder volle Konzentration auf die Abfahrt, zumal starke Böen diese noch erschwerte. Ein gelungener Tag war das einheitliche Resultat am Abend der mit einer guten Flasche Roten ausklang.
Was wäre eine Fahrt zu den Bergen der Tor de France? Ohne nicht einmal die legendären 21 Kehren hinauf in den Wintersportort le Alpe de Huez gefahren zu sein.
Nun standen wir also in le Bourg de Osians dem Startort für die 16. Etappe dem Bergzeit- fahren. Die nackten Zahlen im Kopf 15,5 km, 1130 Hm, 21 Kehren, durchschnittliche Steigung 7,8 % und einer
Zeit von ca. 39 Min. für den Sieger. Das waren die Fakten denen wir uns stellen wollten. Noch gut leserlich waren die Schriftzüge und Bilder die von den Fans einer Tapetenrolle
ähnlich auf die Straße gepinselt wurden und für uns Motivation genug war auch diesen Berg in einer Respektablen Zeit zu fahren, allen voran Mark in 1.05 Std. im nachhinein „Bravo“
Ein Glücksgefühl stellte sich bei jedem ein, 2 Wochen nach der Tour auf diesem bunten Lindwurm gefahren zu sein. Auch unsere Reise neigte sich dem Ende. Aber ohne den Col du Glandon,den Col de
Croix Fer sowie den Col du Mollard von der Südseite her gefahren zu sein wollten wir nicht Abreisen zumal das Wetter wie die Tage zuvor sich von seiner Besten Seite zeigte.
Von den 75 Tageskilometer waren allein 34 km steile Bergkilometer, was sich auch bei 2030 Hm zeigte. Glücklich am Hotel angekommen ohne einen Sturz und nur mit einem Platten waren wir uns
alle einig das war einfach genial. Nachdem uns Mark auch noch wohlbehalten in Ebersbach abgeliefert hat bleibt uns nur noch ein
Arrevoir & Merci France
30.09.-02.10.2005 Saison-Finale der RTF- und MTB-Fahrer
Die Mountain-Biker mit Anhang waren vom 30.09. bis 02.10 wieder bei ihrem schon traditionellen Mountain
-Biker und Wanderwochenende. Diesmal war die „Zugspitz-Arena“ das Ziel. Zum Einlaufen gingen die Wanderinnen am Freitag durch den märchenhaften Lärchenwald auf dem Panoramaweg von Ehrwald nach
Biberwier und zurück. Die MTB-ler hatten sich zum Einrollen eine leichte Einführungsrunde „Um den Daniel“ vorgenommen, d.h., von Ehrwald zum Plansee und zurück. Da wegen der Hochwasserschäden und
Murenabgängen einige Passagen teilweise zerstört waren, wurde aus der ursprünglichen „Easy-Tour“ noch eine ordentliche Herausforderung.
Am Samstag gab es dann für Mountain-Biker eine alternative Veranstaltung, mit der uns unser einheimischer Führer überraschte. Nicht Geschwindigkeit und Kilometer bolzen war angesagt, sondern anspruchvolle
Anstiege, wo vorn schon mal das kleine Blatt und hinten das große Ritzel gefragt war, bis die Gruppe am Zielpunkt an der Wolfratshauser Hütte auf 1751 Meter angekommen war. Was dann folgte waren sehr
selektive Abfahrten, bei denen unterm Strich alle mal ins Schleudern kamen und ins Gras beißen mussten. Der angerichtete Flur- und Wasserschaden hielt sich jedoch in vertretbaren Grenzen.
Die Frauen nahmen am Samstag die „Thörle-Umrundung“ unter die Wanderschuhe. Das waren immerhin 4 Stunden Gehzeit bei ca. 450 Höhenmeter.
Die für den Sonntag geplante gemeinsame Abschlusswanderung vom Haiterwanger See zum Plansee fiel leider dem schlechten Wetter zum Opfer.
Die Teilnehmer:

P. Desiderio, B. Herrmann, G. Kaiser, E. Kaitinnis, W. Kleisinger W. Leins, D. Lutz F. Regelmann und 2 Gastfahrer
Bernhard Herrmann
05.10. bis 07.10.2007 Saison-Finale der RTF- und MTB-Fahrer
Auf in den Alpenpark Karwendel hieß es für die Mountain-Biker mit Anhang vom 05.10. bis 07.10. bei ihrem
schon traditionellen Mountain-Biker und Wander-wochenende. Basislager war die Pension „Alpenhof“ in Mittenwald.
Die Wanderinnen erkundeten am Freitag den Ort Mittenwald und die nähere Umgebung. Am Samstag hieß es die Wanderstiefel schnüren für die Tour zum Lautersee und weiter zum Ferchensee. Nach einer ordentlichen
Einkehr ging es dann wieder zurück nach Mittenwald. Das beim Start doch einigermaßen schlechte Wetter klarte im Laufe des Tages auf, so dass die Tour ohne Regenschirm gegangen werden konnte.
Für die Mountainbiker gab es am Feitag wie gehabt, mit etwas Verspätung, eine kleine Tour zum Einrollen. Auf
zunächst ordentlichen Forstwegen ging es zum Schluss überraschend über knifflige Stein – und Wurzelwege auf den Kranzberg, den Hausberg von Mittenwald. Nach einer kurzen Einkehr im Berggasthof St. Anton ging es
dann ebenso anspruchsvoll wieder hinunter nach Mittenwald. Zum Schluss lagen mit knapp 20 km zwar wenig Fahrkilometer an, aber doch über 600 Höhenmeter. Es war eine gute Vorbereitung für die
Samstagveranstaltung. Aber zunächst machte uns am Samstag das Wetter einen Strich durch die Zeitplanung. Leichter Regen und Nebel über den Bergen luden gerade nicht zum Radfahren ein. Ungeduldig traten die Biker
von einem Fuß auf den anderen und verfolgten jede Wolke am Himmel. Als der Wirt dann meinte, das Wetter wird besser, da waren die Cracks nicht mehr zu halten. Mit zweistündiger Verspätung wurde die sehr
anspruchsvolle, klassische Karwendel-runde in Angriff genommen. Unklar war, ob die Gruppe noch die komplette Runde „packen“ würde. Nach eine kurzen Einrollstrecke von Mittenwald nach Scharnitz begann dann
der Aufstieg zum Karwendelhaus auf 1771 m. Am Stück ging es 18 km und 840 Höhenmeter bergauf. Die Strecke fantastisch und das Panorama atemberaubend. Nach der Einkehr, die für die einzelnen Teilnehmer je
nach Bergankunft unterschiedlich lang oder kurz ausfiel, wurde gemeinsam beschlossen, die komplette Runde
zu fahren. Auf einem anspruchsvollen Trail, der die volle Konzentration und das Material forderte ging es über den kleinen Ahornboden und das Johannestal hinunter nach Hinteriß auf 913 m. Schon wartete der nächste
Anstieg auf knapp 1300 m um dann zügig auf eine zum Glück ziemlich trockene Bachdurchquerung abzufahren. Nun mussten die die letzten Körner mobilisiert, um den anschließenden Aufstieg zur Vereiner Alm auf 1394 m
noch durchtreten zu können. Leicht aufkommender Nebel verdeckte zum Glück den Blick auf den ellenlangen Anstieg.
Jetzt hieß es, die Windjacke anziehen, alle Schotten dichtmachen und in kontrolliertem Tempo über eine zum
Teil verflixt steile Forststraße in Richtung Mittenwald abzufahren. Loser Schotter und Waschbretteinlagen auf der Straße stellten höchste Ansprüche an das Material und die Steuerkünste der Fahrer.
Zum Schluss zeigte der Computer dann 68 gefahrene Kilometer und 1700 Höhenmeter an. Die reine Rollzeit lag bei 5 ½ bis 6 Stunden.
Am Sonntag machte dann das Wetter den Voraussagen der üblichen Verdächtigen aber alle Ehre, sodass wir gemeinsam die geplante Wanderung durch die Leutascher Geisterklamm in Angriff nehmen konnten. Wie der
Prospekt sagt: … ein grenzenloser Erlebnissteig im Reich des Klammgeistes. Zusammenfassend muss gesagt werden, es war wieder ein erlebnisreiches Wochenende, unfallfrei und ohne technischen Defekt.
Bei diesem Wochenende waren dabei: H. Gaidusch, B. Herrmann. D. Herrmann , G. Kaiser, D. Kaiser, M. Kaiser, W. Kleisinger, F. Kleisinger, W. Leins, R. Leins, D. Lutz, G. Lutz, F. Regelmann
Bernhard Hermann
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